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Guida · Blog

Bedruckte Stretchfolie FAQ: Kosten, Mengen und Druckverfahren

Questo articolo è attualmente disponibile in tedesco.

Bedruckte Stretchfolie kombiniert Ladungssicherung mit Markensichtbarkeit und dient gleichzeitig als wirksamer Manipulations- und Diebstahlschutz. Dieser Praxisleitfaden beantwortet die wichtigsten technischen und wirtschaftlichen Fragen zu Mindestmengen, Klischeekosten, Druckverfahren und Lieferzeiten.

Wirtschaftlichkeit: Ab welchen Mengen lohnt sich der Foliendruck?

Die Individualisierung von Polyethylen-Stretchfolie (LLDPE) erfordert das Einrichten von Flexodruckwerken und die Justierung der Druckspannung. Aufgrund der Rüstzeiten und des Materialanlaufs sind Kleinmengen von wenigen Rollen wirtschaftlich nicht darstellbar. Der Break-Even-Point hängt stark davon ab, ob Handstretchfolie oder Maschinenstretchfolie bedruckt werden soll.

Für Handstretchfolien liegt die praxisübliche Mindestbestellmenge (MOQ) bei ca. 240 bis 360 Rollen (entspricht 1 bis 1,5 Paletten). Bei Maschinenstretchfolie beginnt die wirtschaftliche Fertigung in der Regel ab etwa 15 bis 30 Rollen (ca. 500 bis 1'000 kg Material), da hier schwerere Rollen mit Lauflängen von 1'500 m bis 2'500 m zum Einsatz kommen.

Wird bedruckte Stretchfolie zur Kennzeichnung von Sperrgut oder als Manipulationsindikator (Originalitätsverschluss) eingesetzt, amortisieren sich die Mehrkosten oft schon bei geringeren Volumina, da separate Klebebänder oder Etikettiervorgänge komplett entfallen.

  • Handstretchfolie: Typische Mindestmenge ab 240 bis 360 Rollen (1 Palette)
  • Maschinenstretchfolie: Typische Mindestmenge ab 15 bis 30 Rollen (ca. 1 Palette bzw. 500-1'000 kg)
  • Kosteneinsparung: Wegfall zusätzlicher Warn- oder Branding-Etiketten und Sicherheitsklebebänder
  • Manipulationsschutz: Beschädigte oder geöffnete Palettenwicklungen fallen im Wareneingang sofort auf

Klischeekosten und Drucknebenkosten im Detail

Für den Flexodruck werden flexible Druckplatten aus Photopolymer (Klischees) benötigt. Für jede Druckfarbe fällt ein separates Klischee an. Die Kosten pro Klischee richten sich nach der Motivgrösse und der Rapportlänge (dem Abstand, in dem sich das Druckbild auf der Folie wiederholt).

Übliche Klischeekosten im B2B-Bereich bewegen sich zwischen CHF 120.- und CHF 280.- pro Druckfarbe. Bei einem 1-farbigen Druck (z. B. schwarzer Text oder einfarbiges Logo) fallen diese Kosten nur einmalig bei der Erstbestellung an. Solange sich das Layout bei Nachbestellungen nicht ändert, entfällt dieser Kostenfaktor künftig.

Zusätzlich zum Klischee bestimmt die Farbanzahl die Rüstkosten. In der Logistikpraxis dominieren 1-farbige und 2-farbige Drucke nach Pantone- oder RAL-Werten. 3-farbige Motive sind machbar, erhöhen jedoch die Einrichtungszeit sowie die Fixkosten der Druckplatten.

  • Einmalkosten: CHF 120.- bis CHF 280.- pro Druckfarbe (Photopolymer-Klischee)
  • Farbdefinition: Druck erfolgt meist nach Pantone U/C oder RAL-Farbfächern
  • Wiederkehrende Kosten: Nachbestellungen ohne Layoutänderung sind frei von Klischeekosten
  • Empfehlung: Kontrastreiche, einfarbige Drucke (z. B. Schwarz oder Dunkelblau auf transparenter Folie) bieten das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis

Technische Grenzen: Dehnungsverhalten und Druckbild

Ein zentraler technischer Aspekt beim Bedrucken von Stretchfolie ist die spätere Längsdehnung bei der Palettenverarbeitung. Während Handstretchfolien manuell selten um mehr als 50 bis 100 % gedehnt werden, erreichen moderne Maschinenstretchfolien im Power-Pre-Stretch-System Dehnungen von 150 bis 300 %.

Durch die Dehnung wird das Druckbild in Laufrichtung gestreckt und die Farbdichte nimmt ab. Daher sollte die Motivgestaltung frühzeitig an den Einsatzzweck angepasst werden. Vollflächige Rasterdrucke oder feine Farbverläufe sind für stark dehnbare Folien ungeeignet, da sie optisch verblassen oder verzerren.

Optimal sind Vektorgrafiken, serifenlose Schriften (Mindestschriftgrösse ca. 20 bis 25 mm) sowie wiederkehrende Logos mit definiertem Rapport (z. B. alle 350 mm bis 500 mm). Bei Maschinenfolie wird der Druck vorzugsweise auf die Aussenseite aufgebracht, um den Reibungskoeffizienten (Cling-Eigenschaft) auf der Innenseite nicht zu beeinträchtigen.

  • Pre-Stretch-Kompensation: Logoabstände und Schriftbreiten vorab auf Maschinendehnung ausrichten
  • Typografie: Bold- und serifenlose Schriftarten ab mindestens 20 mm Versalhöhe wählen
  • Rasterflächen: Reine Volltonfarben (100 %) statt filigraner Farbverläufe verwenden
  • Folienstärke: Bedruckung ist ab 17 my bis 35 my Folienstärke prozesssicher möglich

Projektablauf und typische Lieferfristen

Der Prozess von der ersten Anfrage bis zur einsatzbereiten Rolle auf der Palette folgt einem standardisierten Ablauf. Nach Bereitstellung der druckfähigen Vektordaten (PDF, EPS oder AI) wird eine Druckstandskizze (Gut zum Druck, GZD) erstellt. Hier werden Rapport, Zylinderumfang, Folienlaufrichtung und Farbtöne verbindlich definiert.

Nach Freigabe des GZD dauert die Klischeefertigung und die Produktion bei einem Erstauftrag in der Regel zwischen 4 und 6 Wochen. Dieser Zeitraum beinhaltet die Materialbeschaffung, den Flexodruck, die Nachreifung der Druckfarben sowie die Konfektionierung auf Standardhülsen (Handrollen: 50 mm / Maschinenrollen: 76 mm Kerninnendurchmesser).

Bei Nachbestellungen mit identischem Druckbild verkürzt sich die Lieferzeit meist auf 2 bis 3 Wochen, da die Klischees bereits archiviert vorliegen und nur noch die Produktionsfenster an der Druckmaschine eingeplant werden müssen.

  • Schritt 1: Datenprüfung (Vektorgrafik, Farbangaben nach Pantone)
  • Schritt 2: Druckstandskizze / Gut zum Druck (1-2 Arbeitstage)
  • Schritt 3: Klischeeherstellung und Produktion (Erstauftrag: 4-6 Wochen)
  • Schritt 4: Nachbestellungen bei unverändertem Layout (2-3 Wochen)

Beispielrechnung: Gesamtkalkulation für Hand- und Maschinenfolie

Um die tatsächlichen Mehrkosten einer bedruckten Folie im Vergleich zu neutraler Standardware transparent zu machen, hilft eine ganzheitliche Betrachtung inklusive Klischeeumlage und Rollenmehrpreis.

Beispielrechnung Handstretchfolie (Erstauftrag): Angenommen werden 300 Rollen (500 mm Breite, 20 my, 300 m Lauflänge), 1-farbig bedruckt. Einmalige Klischeekosten: CHF 180.-. Aufpreis für Druck und Rüstung: ca. CHF 2.10 pro Rolle gegenüber neutraler Folie. Gesamtmehrkosten Erstauftrag: CHF 180.- + (300 × CHF 2.10) = CHF 810.-. Pro Rolle entspricht dies einem Erstaufpreis von CHF 2.70. Ab der zweiten Bestellung sinkt der Mehrpreis auf CHF 2.10 pro Rolle.

Beispielrechnung Maschinenstretchfolie: Angenommen werden 30 Rollen (500 mm Breite, 23 my, ca. 1'500 m / 16 kg), 1-farbig bedruckt. Einmalige Klischeekosten: CHF 220.-. Aufpreis für Druck: ca. CHF 9.50 pro Grossrolle. Bei 30 Rollen ergeben sich CHF 220.- + (30 × CHF 9.50) = CHF 505.- Mehrkosten. Bei ca. 30 gewickelten Paletten pro Rolle beträgt der Sicherheits- und Branding-Aufpreis pro Palette lediglich ca. CHF 0.56.

BARG Packaging liefert bedruckte Hand- und Maschinenstretchfolien nach individuellem Freigabeprozess verzollt und frei Haus an Unternehmen in der gesamten Schweiz, mit transparenter Preisstellung in CHF.

Domande frequenti

Kann bedruckte Stretchfolie auch vollflächig eingefärbt werden?
Ja. Es besteht die Möglichkeit, eine vollflächig eingefärbte Grundfolie (z. B. Schwarz, Weiss oder Blau) mit einem kontrastierenden Logo zu bedrucken, oder transparente Folie partiell zu bedrucken. Farbige Grundfolien erfordern jedoch meist höhere Mindestmengen bei der Folienextrusion.
Welche Druckdatenformate werden für die Klischeeherstellung benötigt?
Benötigt werden ausschliesslich vektorisierte Grafikformate (PDF, Adobe Illustrator .AI oder .EPS), bei denen Schriften in Pfade umgewandelt sind. Pixelgrafiken (JPG, PNG) eignen sich aufgrund von Qualitätsverlusten und Rasterproblemen nicht für den Flexodruck.
Verschmiert die Druckfarbe bei Regen oder Nässe?
Nein. Im Flexodruck für Stretchfolien werden spezielle lösemittelbasierte oder UV-härtende Druckfarben eingesetzt. Nach der Trocknung gehen die Farben eine feste Bindung mit dem Polyethylen ein und sind vollständig wisch- sowie wetterfest.
Eignet sich bedruckte Folie auch für Coreless- oder Vordehn-Systeme?
Grundsätzlich ja, allerdings muss die Bedruckung auf die Dehnfähigkeit des Trägermaterials abgestimmt sein. Für Hochleistungs-Vordehnsysteme empfiehlt sich ein Testlauf mit Musterrollen, um das Schriftbild bei der maximalen Maschinendehnung vorab zu beurteilen.

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