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Guida · Blog

Stretchfolie FAQ: Häufigste Fragen zu Stärke, Preisen und Einkauf

Questo articolo è attualmente disponibile in tedesco.

Beim gewerblichen Einkauf von Stretchfolie entscheiden technische Parameter und exakte Berechnungen über Transportsicherheit und laufende Kosten. Dieser Leitfaden beantwortet die zwölf häufigsten Fragen aus Einkauf und Logistik zu Materialstärken, Kernabzügen, Vordehnung und Beschaffungsprozessen in der Schweiz.

1. Dimensionierung: Welche Folienstärke eignet sich für welches Palettengewicht?

Die Wahl der Folienstärke (Dicke in Mikrometer bzw. my) richtet sich primär nach dem Gesamtgewicht, der Homogenität der Ladung und den Kanten der Packgüter. Eine zu dünne Folie reisst bei dynamischer Transportbelastung, während eine überdimensionierte Folie unnötige Materialkosten und Plastikabfälle verursacht.

Für Standardanwendungen im Logistikbereich gelten folgende Richtwerte zur Orientierung:

  • 12 bis 15 my: Sehr leichte, gleichmässige Palettenladungen bis ca. 300 kg ohne scharfe Kanten (z. B. leere Gebinde, Dämmstoffe).
  • 17 bis 20 my: Mittelschwere Standardladungen von 300 bis 650 kg mit homogener Schichtung (z. B. Kartonagen auf Europalette).
  • 23 my: Schwere Ladungen von 650 bis 1000 kg sowie Güter mit unregelmässigen Aussenkanten.
  • 30 bis 35 my: Sehr schwere, asymmetrische oder scharfkantige Frachten über 1000 kg (z. B. Metallteile, Baustoffe, Maschinenbauteile).

2. Preiskalkulation: Wie berechnet man den echten Kilopreis ohne Kern?

In Angeboten für Handstretch- und Maschinenstretchfolie wird häufig zwischen Bruttogewicht (inklusive Pappkern) und Nettogewicht (reines Foliengewicht) unterschieden. Für einen transparenten Preisvergleich ist stets der reine Netto-Kilopreis massgebend, da Pappkerne je nach Ausführung zwischen 200 g und 1600 g wiegen können.

Beispielrechnung für eine Handstretchfolie: Eine Rolle wiegt brutto 2.50 kg. Der Pappkern wiegt 300 g (0.30 kg). Das tatsächliche Foliengewicht beträgt somit 2.20 kg netto. Kostet die Rolle 8.80 CHF, ergibt sich ein Netto-Kilopreis von 4.00 CHF/kg (8.80 CHF / 2.20 kg). Bei einem schwereren Kern von 500 g sänke das Nettogewicht auf 2.00 kg, wodurch der effektive Kilopreis bei gleichem Rollenpreis auf 4.40 CHF/kg steigen würde.

  • Dichte von Standard-LLDPE: ca. 0.92 g/cm³.
  • Formel für theoretisches Foliengewicht: Breite (m) × Länge (m) × Dicke (m) × Dichte (920 kg/m³).
  • Kontrollrechnung Handrolle (500 mm × 300 m × 20 my): 0.5 m × 300 m × 0.00002 m × 920 kg/m³ = 2.76 kg reines Foliengewicht.

3. Hand- vs. Maschinenstretchfolie: Ab welchem Volumen lohnt sich der Umstieg?

Die manuelle Palettensicherung per Handabroller stösst sowohl ergonomisch als auch wirtschaftlich schnell an Grenzen. Bei manuellem Wickeln erreichen Arbeitskräfte selten mehr als 30 bis 50 % Dehnung, wodurch mehr Folienmaterial pro Palette verbraucht wird als bei maschineller Verarbeitung.

Ein Halbautomat (Drehteller- oder Dreharmwickler) amortisiert sich in der Regel ab einem Aufkommen von 15 bis 20 Paletten pro Tag. Neben der Zeitersparnis liegt der Hauptvorteil in der reproduzierbaren Ladungssicherung: Maschinell vordehnbare Folien (Power- oder Super-Power-Folien) nutzen ein Vorrecksystem, das die Folie vor dem Anlegen um 150 bis 350 % dehnt.

  • Handstretchfolie: Flexibel einsetzbar, keine Investitionskosten, ideal für geringe Frequenzen und wechselnde Packplätze.
  • Maschinenstretchfolie Standard: Dehnung bis ca. 150 %, geeignet für einfache Wickler ohne motorische Vordehnung.
  • Power-Maschinenfolie: Vordehnung 250 bis 350 %, erfordert Power-Pre-Stretch-Wickelsysteme, senkt den Materialverbrauch pro Palette um bis zu 60 %.

4. Nachhaltigkeit: PIR, PCR und biologisch abbaubare Alternativen

Im Bereich der nachhaltigen Ladungssicherung dominieren Rezyklatfolien mit Post-Consumer- (PCR) oder Post-Industrial-Rezyklat (PIR). Ein Rezyklatanteil von 30 % bis 60 % PCR ist heute bei Standarddicken ab 17 my technisch etabliert, ohne dass signifikante Einbussen bei der Durchstossfestigkeit oder Haltekraft auftreten.

Biologisch abbaubare Folien (z. B. nach EN 13432 zertifiziert) sind für geschlossene Kreisläufe oder spezielle Exportmärkte relevant, erfordern jedoch definierte Kompostierungsbedingungen und weisen geringere Rückstellkräfte auf als LLDPE-Folien.

  • PCR-Rezyklat: Aus Haushalts- und Gewerbeabfällen gewonnen, reduziert den CO2-Fussabdruck primärer Kunststoffe deutlich.
  • PIR-Rezyklat: Saubere Industrieabschnitte, homogenere Qualität, hohe Reissfestigkeit.
  • Transparenz: Rezyklatfolien weisen oft eine leichte Trübung oder einen grauen Schimmer auf, Barcodes bleiben jedoch bei Folienstärken bis 23 my zuverlässig lesbar.

5. Lagerung, Handhabung und Qualitätserhalt im Betrieb

LLDPE-Stretchfolien reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen und direkte UV-Strahlung. Falsche Lagerung führt dazu, dass Haftvermittler (Cling-Additive) migrieren, was die Klebkraft der Innenseite reduziert oder die Folie spröde macht.

Stretchfolien sollten bei 15 bis 25 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 bis 65 % trocken gelagert werden. Kalt gelagerte Rollen müssen vor der Verarbeitung mindestens 24 Stunden im Packbereich akklimatisieren, da kalter Film schneller abreisst und weniger dehnfähig ist.

  • Palettenrollen stets stehend auf Originalpalette lagern, um Verformungen der Pappkerne zu vermeiden.
  • Mechanische Beschädigungen an den Rollenkanten unbedingt verhindern – Kerben führen zu sofortigen Abrissen beim Abrollen.
  • Standardfolien ohne UV-Stabilisator innerhalb von 6 bis 12 Monaten verarbeiten.

Domande frequenti

Wie lange sind die typischen Lieferzeiten für Standard- und Sonderformate in der Schweiz?
Lagerhaltige Standardartikel wie transparente Hand- und Maschinenstretchfolien in Standardbreiten (500 mm) werden in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden geliefert. Kundenspezifische Sonderbreiten, bedruckte Folien oder spezielle Einfärbungen haben produktionsabhängige Lieferzeiten von durchschnittlich 2 bis 4 Wochen.
Gibt es Mindestbestellmengen (MOQ) bei Stretchfolien?
Standard-Handstretchfolie wird üblicherweise ab einem Karton (meist 6 Rollen) oder palettenweise (z. B. 240 bis 360 Rollen) abgegeben. Maschinenstretchfolie wird in der Regel ab einer Palette (ca. 46 bis 60 Rollen je nach Rollengewicht) bestellt, um Transportkosten pro Kilogramm zu optimieren.
Kann man vor einer Grossbestellung Musterrollen zum Testen anfordern?
Ja, für Maschinenstretchfolien ist die Bemusterung auf der eigenen Wickelanlage üblich und technisch ratsam. Nur so lassen sich Dehnverhalten, Reissfestigkeit und Durchstossfestigkeit unter realen Betriebsbedingungen mit dem individuellen Ladegut präzise ermitteln.
Wie werden Stretchfolienbestellungen in der Schweiz abgewickelt?
BARG Packaging beliefert gewerbliche Kunden in der Schweiz direkt frei Haus, vollständig verzollt und mit transparenter Rechnungsstellung in Schweizer Franken (CHF).

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